Institut für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen
Die weltweit zu beobachtende Anschlussfähigkeit neoreaktionärer Politiken ist ohne ein Verständnis medialer Strukturen und deren Nutzung und Indienstnahmen in digitalen und analogen Räumen nicht zu erklären: Der politische Angriff auf emanzipatorische und liberale Positionen und Praktiken erfolgt von zahlreichen Seiten und auf verschiedenen Ebenen: in Form von Direktkommunikation, über Tages- und Wochenzeitungen, Magazine sowie kostenlose Werbeblätter in ländlichen Regionen, in Radio-, Podcast- und Fernsehformaten, mittels eines vielfach verzweigten Netzwerks korporativer Akteure in digitalen Öffentlichkeiten wie über extrem rechte Live-Blogger und Influencer*innen. Der Vortrag gewährt exemplarisch Einblick, auf welche Weise demokratische Verhältnisse gefährdet sind und stellt Gegenstrategien zur Diskussion.
Unsere Vorlesung „Medien, Macht und Menschlichkeit“ im Rahmen des Studium Generale der Universität Tübingen – ab April immer dienstags im Kupferbau.
Medien waren noch nie neutral: Sie sind politischer Machtfaktor, wirtschaftlicher Marktplatz und kultureller Mitgestalter unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Sie sind zugleich Gegenstand, Spiegel und Akteur kultureller und politischer Verhältnisse. Derzeit verändert sich unsere Medienlandschaft unter dem Einfluss der Digitalisierung rasant. Digitale Plattformen steuern Informationsflüsse, prägen soziale Beziehungen, verändern Geschäftsmodelle und beeinflussen die Dynamik öffentlicher Debatten.
Algorithmen, Plattformmonopole und KI-generierte Inhalte bestimmen zunehmend, welche Themen sichtbar werden, welchen Stimmen Gehör bekommen oder welche Perspektiven am Rande der Wahrnehmung bleiben. Neue digitale Gewohnheiten und Abhängigkeiten setzen dabei nicht nur Medienschaffende und ihr journalistisches Ethos unter Druck, sondern wirken auf uns alle.
Umso wichtiger ist es, die Rolle der Medien und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft zu verstehen.
Wir laden dazu ein, gemeinsam zu reflektieren:
Prof. Dr. Petra Grimm, Hochschule der Medien in Stuttgart
Dr. Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben in Baden- Württemberg
Hanna Hecker, Institut für Politikwissenschaft an Universität Tübingen
Maximilian Zhang, Institut für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen
Prof. Dr. Guido Zurstiege,Institut für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen
apl. Prof. Dr. Martin Andree,Institut für Medienkultur und Theater an der Universität Köln
Prof. Dr. Markus Huff, Leibniz-Institut für Wissensmedien, Professor für Angewandte Kognitive Psychologie an der Universität Tübingen
Dr. Gernot Stegert, Mitglied der Chefredaktion SDZ Mediengruppe Aalen
Stefanie Schneider, Landessenderdirektorin SWR
12.05.2026 - 18:15 - 19:45
Kupferbau, Universität Tübingen, Hörsaal 25
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