An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

First slide

Bericht zum Workshop „Was können wir von Social Entrepreneurs lernen?“

Ziel der Veranstaltung war es,

den TeilnehmerInnen eine grundlegende Vorstellung von Social Entrepreneurship in der Praxis zu vermitteln. Anhand von beispielhaften Social Entrepreneurs wurden die TeilnehmerInnen unterstützt ihre eigenen Potentiale und Ressourcen zu erkennen und im Kontext ihres Engagements zu reflektieren.

Im Ergebnis blieb festzuhalten, dass der Prozess sozialunternehmerischen Denken und Handelns, d.h. der Weg von der Entstehung vielversprechender Ideen bis zur Umsetzung dieser mit dem Ziel der Schaffung sozialen Mehrwerts ein überaus komplexer ist. Auf diesem Weg benötigen Ideen einen entsprechenden Freiraum zur Entwicklung und Reflexion, stetiges Feedback, sowie einer kreativen Umsetzungs- und geeigneten Ressourcenstrategie.

Die Analysen der Sozialunternehmen von Norbert Kunz (iq consult) und Heike Schettler (Science lab) haben gezeigt, dass es neben eines besonderen Empathie-Vermögens für die jeweiligen spezifischen gesellschaftlichen Probleme auch situationsbedingte und von Erfahrung geprägte Umstände sind, die sie zur Gründung veranlasst haben. Beide erkennen in Menschen nicht nur Potentiale, die bisher nicht oder kaum erkannt wurden, sondern bringen diese Potentiale mit ihren Geschäftsmodellen zur Entfaltung. So begleitet Norbert Kunz arbeitslose Menschen auf den Weg in die Selbstständigkeit und Heike Schettler verhilft Kindern ihrer natürlichen Entdeckerfreude nachzugehen und diese damit auf lebenslanges und eigenständiges Lernen vorzubereiten. Beiden Entrepreneurs wurde attestiert, dass sie mit intrinsischer Motivation und damit einhergehend mit Spaß sowie Durchhaltevermögen und Mut ihre Unternehmen zum Erfolg geführt haben.

Ihre Social Enterprises unterscheiden sich von "herkömmlichen" sozialen Projekten insbesondere dadurch, dass ihre Ideen und Projekte innovativ und transferfähig (skalierbar) sind. D.h. Ihre Geschäftsmodelle lassen sich verbreiten und ihre Dienstleistungen ausweiten. Damit erreichen sie mehr Menschen und schaffen einen größeren sozialen Mehrwert.

Feedback der TeilnehmerInnen:

Den TeilnehmerInnen war der Begriff Social Entrepreneurship bisher nicht bekannt bzw. hatten sie lediglich eine vage Vorstellung von diesem. Teilweise stellte die "Wirtschaftssprache" eine Hürde da. Andere hatte genau das neugierig gemacht. In der Feedback-Runde wurde relativ schnell die Gegenüberstellung mit herkömmlichen Unternehmen dahingehend thematisiert, dass diese von den Social Entrepreneurs im Bereich der Mitarbeitermotivation lernen können und sollten. Die TeilnehmerInnen haben bedauert, dass nicht noch mehr Menschen am Workshop teilgenommen habenund der Leitung empfohlen diesen in Zukunft besser zu bewerben. Auch mit der Dauer (2,5 h) waren sie zufrieden. Besonders erfreulich wurde die durchgeführte Persönlichkeitsanalyse aufgenommen, die eigene Potentiale reflektieren ließ sowie Anstoß zur Rollenfindung innerhalb des eigenen Engagements und/oder privaten Lebenssituationen gegeben hat.

Das überaus positive Feedback ermutigt uns diesen "Mutmacher-Workshop" erneut anzubieten. Zudem ist eine Weiterentwicklung in Richtung "Ideenwerkstatt" sowie zur Vertiefung im Bereich Social INTRApreneurship angedacht, denn:

–> Social Entrepreneurs machen Mut das eigene (Lebens-)Projekt anzugehen.