Sorgen über schwaches Wachstum, hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, geopolitische Spannungen und ein wachsender Reformstau prägen die wirtschaftspolitische Debatte. Zugleich häufen sich Diagnosen einer strukturellen Krise: Ist das deutsche Wirtschaftsmodell an seine Grenzen gekommen – oder erleben wir lediglich eine schwierige Anpassungsphase?
Zwischen Alarmismus und Verharmlosung fällt es zunehmend schwer, die Lage nüchtern zu beurteilen. Wie steht es tatsächlich um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands? Wo liegen die größten strukturellen Herausforderungen – und welche Reformen sind notwendig, damit Wohlstand, Innovation und gesellschaftlicher Zusammenhalt auch künftig gesichert bleiben? Darüber diskutieren am 16. April 2026 am Weltethos-Institut vier profilierte Ökonom*innen:
Margit Osterloh (Universität Zürich | University of Zurich), Bruno S. Frey (Universität Basel), Friedrich Heinemann (ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) und Nils Goldschmidt unter der Moderation von Bernd Villhauer die ökonomische Lage Deutschlands.
Gemeinsam mit Impulsen aus dem Publikum wurden verschiedene Diagnosen und potentielle Lösungsansätze besprochen.
Unser Institutsdirektor Nils Goldschmidt hält fest: „Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen Deutschlands lassen sich nicht allein von oben lösen. Ihre Wurzeln liegen oft im Lokalen – und genau dort entstehen auch die tragfähigsten Lösungen. Darin liegt kein Rückzug, sondern ein optimistischer Aufbruch: Vertrauen in die Menschen vor Ort ist der Schlüssel für die Zukunft unseres Landes. Wenn wir Kommunen stärken, ihre Verantwortung neu denken und ihnen mehr Gestaltungsspielraum geben, schaffen wir die Grundlage für eine lebendige und resiliente Gesellschaft. “
Fotos: Laura Winter / Weltethos-Institut
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