Soziale Gerechtigkeit – Eine Debatte zwischen Georg Cremer und Bernhard Emunds

Soziale Gerechtigkeit ist einer der meistbenutzten – und meistumstrittenen – Begriffe der politischen Debatte. Was bedeutet es heute, gerecht zu handeln, wenn Chancen ungleich verteilt, Lebensverläufe prekärer und soziale Aufstiegsmöglichkeiten seltener werden? Und wer trägt eigentlich die Verantwortung dafür: der Staat – oder der Einzelne?

In dieser Folge von RICHTIG BEEF haben wir zwei Ökonomen eingeladen, die diese Fragen seit Jahrzehnten aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeiten – und die in dieser Debatte genau das gezeigt haben, wofür das Format steht: fairer, aber klarer Streit auf hohem Niveau – moderiert von Dr. Bernd Villhauer.

Prof. Dr. Georg Cremer – Volkswirt, langjähriger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes und außerplanmäßiger Professor an der Universität Freiburg – ist bekannt für seinen nüchternen Blick auf soziale Wirklichkeiten jenseits von Lagerdenken. Er warnt ebenso vor einer Überschätzung staatlicher Umverteilung wie vor einer Unterschätzung echter Armutslagen.

Prof. Dr. Bernhard Emunds – Volkswirt und Theologe, Professor für Christliche Gesellschaftsethik und Sozialphilosophie sowie Leiter des Oswald von Nell-Breuning-Instituts für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt – bringt eine dezidiert sozialethische Perspektive ein: Er fragt, welche strukturellen Bedingungen überhaupt erst ermöglichen, dass Eigenverantwortung gelingen kann.

Herausgekommen ist eine Debatte, die selten ist: zwei Männer, die nicht aneinander vorbeireden, sondern genau wissen, wo ihre eigentliche Differenz liegt – und die bereit sind, diese Differenz auszutragen, ohne sie zu überdramatisieren. Wer zuschaut, lernt dazu. Garantiert.

Über das
Format

Mit Richtig Beef wollen wir Streitkultur und Wissen fördern. Wir wollen, dass zu einer Sache die besten Argumente ausgetauscht werden. Ziel ist aber der gute und faire Streit, bei dem es grundlegende Gesprächsregeln einzuhalten gilt. Dazu gehören für uns:

  • gewaltlose Sprache
  • keine Abwertung oder Beleidigung von Personen oder Gruppen
  • keine Desinformation und Täuschung
  • kein ständiges Unterbrechen oder Monologe.

Bei Richtig Beef soll so debattiert werden, dass sich am Ende zwei Menschen in der Andersheit begegnen, einander trotz Unterschieden in der Perspektive nicht herabwürdigen und dabei vielleicht sogar von- und miteinander lernen. Beef ja, aber eben richtig. Gerne auch in unterschiedlichen Garstufen: rawmedium und well done.

Sie dürfen sich also auf Streitgespräche mit Mehrwert freuen. Wir finden: Guter Streit will gelernt sein und schärft den Geist. 

Interessiert?
Schauen Sie mal rein!