In Zusammenarbeit mit der Stiftung Weltethos Schweiz lädt das Ökumenische Institut Luzern und das Institut für Sozialethik ISE der Theologischen Fakultät der Universität Luzern jährlich zu einer öffentlichen «Hans Küng-Weltethos Lecture» ein. Die Vorlesungsreihe diskutiert und entwickelt das von Hans Küng gegründete Projekt «Weltethos» sowie das Denken von Hans Küng weiter. 2025 fand am 24. November die Lecture zum vierten Mal statt – diesmal gehalten von Institutsdirektor Nils Goldschmidt – und stand ganz im Zeichen einer der zentralen Leitideen der Erklärung zum Weltethos: der Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung.
In seinem Vortrag beleuchtete Prof. Goldschmidt die aktuellen Herausforderungen globaler Ungleichheit in Zeiten multipler Krisen – von geopolitischen Spannungen über die Fähigkeit Kompromisse zu finden bis hin zu dem Zusammenhang zwischen sozialem Zusammenhang und wirtschaftlicher Entwicklung. Er stellte die Frage in den Mittelpunkt, wie das Projekt Weltethos dazu beitragen kann, gerechtere wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen zu fördern.
Besonders hervor hob er, dass nachhaltige Lösungen nur durch einen freiheitlichen, wertebasierten Dialog möglich sind, der die vielfältigen Interessen einzelner Staaten berücksichtigt und gleichzeitig gemeinsame Verantwortung betont. Internationale Zusammenarbeit, gegenseitiger Respekt und eine ethisch fundierte Ökonomik seien zentrale Bausteine einer gerechteren Weltordnung.
Zum Abschluss luden die Stiftung Weltethos Schweiz, das Ökumenische Institut Luzern und das Institut für Sozialethik ISE zu einem anregenden Apéro ein, bei dem Gespräche und Eindrücke vertieft werden konnten.










Fotos: Roberto Conciatori Fotograf SIYU/SSM