Im Januar 2026 erschien im Verlag narr/francke/attempto das Buch „Was ist Vermögen? Wirtschaftliche Grundlagen, persönlicher Vermögensaufbau, gesellschaftliche Ungleichheiten“ von Dr. Bernd Villhauer, Senior Advisor Finance am Weltethos-Institut.

Vermögen als individuelles und gesellschaftliches Thema
Das Buch widmet sich einem Thema, das sowohl individuelle Lebensentscheidungen als auch gesellschaftliche und politische Fragen berührt. Vermögen schafft Handlungsspielräume: Menschen mit finanziellen Ressourcen verfügen über größere Freiheiten, ihr Leben zu gestalten oder wirtschaftliche Prozesse mitzuprägen. Entsprechend spielt Vermögensaufbau nicht nur im persönlichen Lebensverlauf, sondern auch in jeder Wirtschaftsordnung eine zentrale Rolle.
Ein dynamisches Verständnis von Vermögen
Dr. Villhauer nähert sich dem Begriff des Vermögens aus einer erweiterten Perspektive. Er versteht Vermögen nicht als statische Größe, sondern als dynamisches Gefüge, das im Zusammenspiel mit Marktveränderungen, technologischen Umbrüchen und gesellschaftlichen Entwicklungen immer wieder neu gebildet und umgebildet werden muss. In diesem Zusammenhang betont er: „Das Thema ‚Vermögen‘ hat sehr private, aber auch höchst politische Dimensionen“ Und „Vermögen haben wir nie alleine“.
Materielle und immaterielle Vermögensformen
Das Buch behandelt Vermögen nicht ausschließlich als finanzielle Größe. Neben klassischen Formen – etwa Geldanlagen oder Sachwerten – werden auch immaterielle Vermögensformen in den Blick genommen, darunter Kompetenzen, Lernfähigkeit, Bildung sowie dialogische und interkulturelle Fähigkeiten. „Vermögen ist oft mehr als wir denken“, so Villhauer.
Ökonomische, psychologische und ethische Perspektiven
In knapper und strukturierter Form werden zentrale Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet: individuell und gesellschaftlich, betriebs- und volkswirtschaftlich, ökonomisch und psychologisch. Auch ethische Aspekte spielen eine Rolle – insbesondere dort, wo es um die Entstehung, den Erhalt und die Verteilung von Vermögen geht.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, warum starke Vermögensungleichheiten gesellschaftliche Spannungen erzeugen können und welche Bedeutung dies für Demokratie und sozialen Zusammenhalt hat.
Foto: Laura Winter / Weltethos-Institut