Beschreibung
Thema und Fragestellung Führen in der Krise, so ist die aktuelle Erfahrung, muss man können und kann man lernen. Wir wollen uns darum der auch ohne Corona ansonsten hochaktuellen Frage widmen: Wie können wir gemeinsam besser Krisen meistern?
Denn Regierungen und Führungsetagen können in Krisen ihre Stärke zeigen, indem sie rigoros durchgreifen und mittels Government- und Management-Maßnahmen diese Bedrohungen weg-zu-regulieren bzw. weg-zu-verwalten versuchen Doch reicht dieser top-down Interventionsstil, um der Krise wirklich Herr zu werden? Wie sehr ist nicht auch Partizipation bei der Lösungsfindung gefragt und wie kann eine größere Öffentlichkeit, können Mitarbeiter und Kunden sinnvoll und zielführend an Entscheidungen beteiligt werden? Schließlich ist Angemessenheit, Effektivität und Akzeptanz der Maßnahmen entscheidend für eine demokratische und freiheitliche Bewältigung von Krisen.
Für hyperkomplexe (dynaxe) Krisen bedarf es darum einer co-kreativen Krisengovernance; nämlich dann, wenn die üblichen Führungsansätze nicht ausreichen: die offiziellen Stellen, etablierten Instrumente, Zuständigkeiten und Ressourcen überfordert sind – sprich, wenn neue Wege, breitere Koalitionen, zusätzliche Ressourcen erschlossen werden müssen. Aber wie? Welche Ansätze, Modell und Methoden gibt es zum partizipativen, agilen und digitalen Führen in und durch eine Krise?
Um solche Fragen kümmert sich Krisengovernance. Es geht dabei um das WIE der Bearbeitung von Krisen, also um die Frage, wie unter Druck gute, nachhaltige und angemessene Entscheidungen getroffen, innovative und pragmatische Lösungen erarbeitet und unkompliziert und flexibel, gemeinsam implementiert werden können.
Nach einem grundsätzlichen Einstieg werden wir gemeinsam Fälle und Formate primär aus der Corona-Krise durchspielen und uns dabei die Kommunikations- und Kooperationsstrategien/-praktiken näher ansehen. (und hoffentlich dabei viel lernen). Dabei wollen wir externe Expertise aus der aktuellen Corona-Krisen-Governance mit einbinden … evtl. kombiniert mit Exkursion.
Format und Nutzen Bislang ist Krisengovernance ein noch neues Forschungs- und Arbeitsfeld. Gesucht sind darum Studierende, die out-of-the-box denken wollen und Neugierde haben, sich hyperkomplexen Aufgaben zu stellen.
Als Explorationskurs wollen wir dieses Neuland zwischen Politik und Wirtschaft, Geistes- und Naturwissenschaften gemeinsam erkunden. Wir werden dazu selbst agile, kooperative Lernmethoden (Lernscrum, Szenariotechniken, Explorationsteams) anwenden und die Learnings in einem Lernbuch-Wiki festhalten und somit auch öffentlich verfügbar machen. Format und Nutzen
Literatur
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