An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

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Gibt es eine „weibliche Moral“? Kulturelle Denk- und Gefühlsmuster als Vorprägungen der ethischen Reflektion

DozentInDr. Gabriele Sigg
VeranstaltungsartBlockseminar, Bachelorveranstaltung
SWS2
SpracheDeutsch
Wochentag/UhrzeitMittwoch, 22.06.22, 10.00-14.00 Uhr c.t. (Online)
Mittwoch, 29.06.22, 10.00-14.00 Uhr c.t. (Online)
Mittwoch, 06.07.22, 10.00-14.00 Uhr c.t. (Online)
Dienstag, 12.07.22, 10.00-14.00 Uhr c.t. (evtl. Präsenz im Weltethos-Institut)
Mittwoch, 13.07.22, 13.00-17.00 Uhr c.t. (evtl. Präsenz im Weltethos-Institut)
Ort         Weltethos-Institut, Hintere Grabenstraße 26, 72070 Tübingen
Voraussetzungen/ ZielgruppeBachelorstudierende
Leistungsnachweis/ Prüfungsform
ECTS-Credits
Teilnahme, Referat, Hausarbeit  
3-6 ECTS
AnmeldungPer E-Mail – mit Angabe von Name, Matrikelnummer, Studienfach und Semesterzahl, Adresse, Geburtsort und -datum bei sigg@weltethos-institut.org

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Anmeldefrist11. April 2022
Max. Teilnehmerzahl14

Literatur

  • Aristoteles: Die Nikomachische Ethik. Übersetzt von Olof Gigon. Herausgegeben von
  • Rainer Nickel. Verschiedene Ausgaben. [Übersetzung O. Gigon verwenden!]
  • Arendt, Hannah (2016): Über das Böse. Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik. München, 11. Aufl. 2016.
  • Gilligan, Carol (1984): Die andere Stimme: Lebenskonflikte und die Moral der Frau. München.
  • Sigg, Gabriele Maria (2017): Ehre revisited. Die Charakterhaltung als gesellschaftliche Grundlage. Dissertation. Tectum Verlag Baden-Baden.

Beschreibung

Westliche Ethikverständnisse rücken primär rationale und kognitive Begründungszusammenhänge in den Vordergrund. Ethik- und Moralverständnisse sind Teil einer gesamtkulturellen „Wissenslage“ und bilden diese ab. Fühlen oder Intuition als Wissensvorrat anzusehen, findet im westlich-rationalen Wissensverständnis nur schwerlich Berechtigung, hier gilt Fühlen meist als etwas „unklares“. Diese Annahmen sollen kritisch hinterfragt und geprüft werden, ob es sich dabei um den kulturellen Bias „männlicher“ Konstrukte handeln könnte – und wie sich andererseits „weibliche“ Kulturen und Ethikverständnisse entwerfen, die wir besser kennen und verstehen lernen. Was ist der Unterschied von Gefühlsintelligenz und Gefühlen oder Emotionen, die wir vielleicht bezüglich bestimmter Situationen oder Person hegen? Wie verhält sich Denken und Fühlen? Ist „weiblich“ und „männlich“ an Geschlechter gebunden oder ist es im Sinne von C.G. Jung ein Archetyp und man kann gar von „weiblichen und männlichen Kulturen“ sprechen?

Neben einigen Antworten werden wir uns im Seminar auf eine erkenntnistheoretische Forschungsreise begeben, bei der wir der Kunst des Fragens und Hinterfragens – auf kognitiver wie emotionaler Ebene – einen großen Raum geben wollen. Zu betonen gilt, dass durch das Phänomen einer „weiblichen Moral“ westliche Ethik- und Wissensverständnisse nicht negiert, sondern in der Suche nach der „Goldenen Mitte“ im kulturellen Orchester der Welt, sinnvoll in eine universelle Ethik integriert und verbunden werden sollen. – Dieses Seminar kann für den Kernbereich des Moduls 1 des Zertifikats “Weltethos in Unternehmen und Organisationen” angerechnet werden. 

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