An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

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Herzensbildung als weltethischer Imperativ! Auf den Spuren einer vergessenen Dimension von Bildung

Note.
DozentIn Dr. phil. Gabriele Sigg 
Veranstaltungsart Blockseminar, Bachelorveranstaltung 
SWS 
Sprache Deutsch 
Wochentag/Uhrzeit Freitag, 06.11., 13-15 Uhr c.t. (Einführung über Zoom) 
Freitag, 20.11., 10-14 Uhr c.t. (Online über zoom) 
Freitag, 04.12., 10-14 Uhr c.t. (Online über zoom) 
Freitag + Samstag, 18.12+19.12., jeweils 10-16 Uhr c.t. (Präsenz am WEIT) 
Ort Weltethos-Institut, Hintere Grabenstraße 26, 72070 Tübingen 
Voraussetzungen/ Zielgruppe Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit geisteswissenschaftlicher Literatur 
Leistungsnachweis /Prüfungsform ECTS-Credits Mitarbeit, Referat, Hauarbeit (optional)
3 – 6 ECTS 
Anmeldung Per E-Mail – mit Angabe von Name, Matrikelnummer, Studienfach und Semesterzahl, Adresse, Geburtsort und -datum bei kontakt@gabrielesigg.de 
Anmeldefrist 26. Oktober 2020 
Max. Teilnehmerzahl 20 

Beschreibung

Bildung wird heute meist als kognitive Bildung des Intellekts oder Verstandes begriffen. Der Kompetenzbegriff und Pisa-Studien verstärken die Fokussierung auf „Bildung“, die sofort in ökonomischen Nutzen umgesetzt werden soll. Im Humboldt’schen Bildungsideal geht es jedoch um die Bildung des ganzen Menschen, um seinen Geist und sein Herz, dessen Wertschöpfungen jedoch auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich und messbar sind. 

Die gegenwärtigen Krisen in Wirtschaft und Umwelt zeigen, was passiert, wenn Menschlichkeit und Ethik in der Gesellschaft keinen Stellenwert mehr haben und nicht mehr ausgebildet werden. Die vielfältigen Krisen können daher auch als Symptome einer menschlichen Fehlentwicklung in der Ausrichtung des Geistes und eines Mangels an Herzensbildung gedeutet werden. 

Im Seminar wird auf der Grundlage philosophischer Schriften und klassischer soziologischer Theorien, der Idee einer ganzheitlichen Bildung mit besonderem Fokus auf der Herzensbildung des Menschen auf den Grund gegangen. Auf den zweiten Blick erschließt sich dadurch ein „Nutzen“, der allumfassender als der Homo Oeconomicus allein ist.  

Literaturangaben

  • Aristoteles: Die Nikomachische Ethik. Übersetzt von Olof Gigon. Herausgegeben von  
  • Rainer Nickel. Verschiedene Ausgaben. [Übersetzung O. Gigon verwenden!]  
  • Arendt, Hannah: Über das Böse. Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik. München, 11. Aufl. 2016. 
  • Humboldt von, Wilhelm. Theorie der Bildung des Menschen. In: ders.: Werke in fünf  
  • Bänden. Schriften zur Anthropologie und Geschichte. Hrsg. v. Andreas Flitner und Klaus Giel. Bd. I. Darmstadt, 2010. 
  • Schiller, Friedrich. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von  
  • Briefen. In: ders.: Theoretische Schriften. Hrsg. v. Rolf-Peter Janz u.a. Frankfurt/Main, 2008.  
  • Simmel, Georg: Das individuelle Gesetz. Philosophische Exkurse. Herausgegeben und  
  • eingeleitet von Michael Landmann. Frankfurt am Main 1987. 5. Auflage 
  • Smith, Adam: Theorie der ethischen Gefühle. Nach der Auflage letzter  
  • Hand übersetzt und mit Einleitung, Anmerkungen und Registern herausgegeben von Walther Eckstein. Hamburg, 2010. 
  • Zimmermann, Andreas / Sigg, Gabriele (Hrsg.): Emotionale Bildung. Die vergessene Seite der  
  • Bildungsdebatte. Hamburg, 2018. 
  • Dalai Lama: We need an education oft he Heart! https://www.latimes.com/opinion/op-ed/la-oe-dalai-lama-alt-we-need-an-education-of-the-heart-20171113-story.html?fbclid=IwAR0A5MR3VQ4C7yI0ifzAmHstL0jdCBPve3d-GS70OrYSJEEVebexxah2MtY

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