
Prof. Dr. Jochen von Bernstorff, Universität Tübingen
Das Völkerrecht galt lange als moralische und rechtliche Brücke zwischen Nationen – als Garant für Frieden, Kooperation und gemeinsame Verantwortung für die Menschheit und den Planeten. Doch mit der Rückkehr des Krieges als Mittel der Politik, auch in Europa, steht diese Brücke auf dem Prüfstand. Wie verbindlich sind internationale Regeln noch, wenn Machtpolitik und nationale Interessen dominieren? Welche Bedeutung hat das Völkerrecht in einer Welt, in der Gewalt, nukleare Abschreckung und eine rasant fortschreitende Klimakrise zum Alltag gehören?
Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern das Völkerrecht weiterhin fähig ist, Verständigung, Vertrauen und Kooperation zwischen Staaten zu fördern – oder ob es selbst zum Instrument geopolitischer Konflikte geworden ist. Und er fragt, welche neuen Formen von Verantwortung und globaler Ethik notwendig sind, um Lösungen für die Überlebensfragen der Menschheit bereitzustellen.
Im Rahmen der Ringvorlesung Brücken bauen in angespannten Zeiten – aber wie?, veranstaltet vom Weltethos-Institut im Studium Generale der Universität Tübingen, laden wir herzlich ein: ab Mittwoch, den 15. Oktober 2025, jeweils um 18 Uhr c.t. im Kupferbau (Hörsaal 25)
Foto: Jochen von Bernstorff (privat)
| Datum: | 10.12.2025 |
| Veranstaltungsort: | Kupferbau Hörsaal 25 |
| Uhrzeit: | Von 18:15 bis 19:45 |