
Dr. Konstantinos Tsetsos,
Institut für Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr in München
Europa steht an einem sicherheitspolitischen Scheideweg. Systemische Rivalitäten zwischen Großmächten, hybride Angriffe auf Infrastruktur und Gesellschaften sowie die wachsende Wucht des Klimawandels verschärfen die Verwundbarkeit von Staaten, Behörden und Unternehmen.
Russland und China verstärken ihre geopolitischen Machtprojektionen und streben technologische Dominanz im globalen KI-Wettlauf an, während der Westen zunehmend unter Druck gerät. Hybride Bedrohungen – von Cyberattacken über Desinformation bis hin zur Instrumentalisierung von Ressourcen und Migration – zielen direkt auf das Fundament staatlicher Handlungsfähigkeit.
Parallel stellen klimabedingte Extremereignisse, fragile Lieferketten und Migrationsströme erhebliche Herausforderungen für die Resilienz von Gesellschaft und Verwaltung dar. Für Deutschland und die EU bedeutet dies: Sicherheit kann nicht mehr allein militärisch gedacht werden. Sie erfordert ein integriertes Konzept, das Cyberschutz, Krisenvorsorge, Resilienzförderung und internationale Kooperation miteinander verbindet.
Die zentrale Herausforderung liegt darin, sowohl Abwehrkraft als auch Anpassungsfähigkeit zu stärken – um in einer zunehmend komplexen „Weltunordnung 2030“ bestehen zu können.
Im Rahmen der Ringvorlesung Brücken bauen in angespannten Zeiten – aber wie?, veranstaltet vom Weltethos-Institut im Studium Generale der Universität Tübingen, laden wir herzlich ein: ab Mittwoch, den 15. Oktober 2025, jeweils um 18 Uhr c.t. im Kupferbau (Hörsaal 25)
| Datum: | 17.12.2025 |
| Veranstaltungsort: | Kupferbau HS 25 Tübingen |
| Uhrzeit: | Von 18:15 bis 19:45 |