
Prof. Dr. Daniel Buhr, Institut für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen / Landeskompetenzzentrum Pflege & Digitalisierung Baden-Württemberg
Die medizinische und vor allem die pflegerische Versorgung in Deutschland droht finanziell zu explodieren und personell zu implodieren. Die Zunahme komplex chronischer Erkrankungen und schleichende Versorgungsengpässe, der demografische Wandel und der damit verbundene Mangel an Medizin- und Pflegepersonal sowie an geeignetem und bezahlbarem Wohnraum, wachsende Vereinsamung und Verunsicherung, bei steigenden Kosten und Eigenbeiträgen – schon heute ist die Versorgung angesichts der angespannten Finanzlage mit den Mitteln von gestern nicht zu gewährleisten. Spätestens mit dem Eintritt der großen Gruppe der „Babyboomer“, die vom Erwerbsleben in die Nacherwerbsphase wechseln, wird die Situation jedoch schon bald so eskalieren, dass ein „Weiter so“ unmöglich erscheint.
Als eine mögliche Brücke ins morgen wird die stärkere Digitalisierung der pflegerischen Versorgung erkannt. Kann sie die Brücke schlagen – oder werden dadurch manche Gräben nicht sogar noch weiter verschärft?
Im Rahmen der Ringvorlesung Brücken bauen in angespannten Zeiten – aber wie?, veranstaltet vom Weltethos-Institut im Studium Generale der Universität Tübingen, laden wir herzlich ein: ab Mittwoch, den 15. Oktober 2025, jeweils um 18 Uhr c.t. im Kupferbau (Hörsaal 25)
Foto: Alexander Kobusch
| Datum: | 21.01.2026 |
| Veranstaltungsort: | Kupferbau Hörsaal 25 |
| Uhrzeit: | Von 18:15 bis 19:45 |