(Un-) Menschlichkeit im digitalen Zeitalter

Zu einer Ethik in der Künstlichen Intelligenz

Prof. Dr.
Petra Grimm

Hochschule der Medien in Stuttgart 

Der Vortrag thematisiert die fundamentalen KI-Transformationen, die unsere Alltags- und Lebenswelten betreffen: Inwieweit können KI-Systeme für unsere Gesellschaft schädlich oder hilfreich sein? Welche Narrative der (Un-)Menschlichkeit der KI-Systeme beeinflussen uns? Welches Menschenbild und welche Werte sind im Kontext von KI relevant? Der Vortrag wird die Schlüsselprobleme der KI-Transformationen aus Sicht der Digitalen Ethik beispielhaft anhand von Alltags-Szenarien im Bereich der Bildung, des Journalismus und der Mensch-Maschine-Beziehung aufzeigen.

Ringvorlesung
im Sommer

Unsere Vorlesung „Medien, Macht und Menschlichkeit“ im Rahmen des Studium Generale der Universität Tübingen – ab April immer dienstags im Kupferbau.

Medien waren noch nie neutral: Sie sind politischer Machtfaktor, wirtschaftlicher Marktplatz und kultureller Mitgestalter unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Sie sind zugleich Gegenstand, Spiegel und Akteur kultureller und politischer Verhältnisse. Derzeit verändert sich unsere Medienlandschaft unter dem Einfluss der Digitalisierung rasant. Digitale Plattformen steuern Informationsflüsse, prägen soziale Beziehungen, verändern Geschäftsmodelle und beeinflussen die Dynamik öffentlicher Debatten. 

Algorithmen, Plattformmonopole und KI-generierte Inhalte bestimmen zunehmend, welche Themen sichtbar werden, welchen Stimmen Gehör bekommen oder welche Perspektiven am Rande der Wahrnehmung bleiben. Neue digitale Gewohnheiten und Abhängigkeiten setzen dabei nicht nur Medienschaffende und ihr journalistisches Ethos unter Druck, sondern wirken auf uns alle. 

Umso wichtiger ist es, die Rolle der Medien und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft zu verstehen.  

Wir laden dazu ein, gemeinsam zu reflektieren:  

  • Wie verändert sich die Medienwirtschaft – und mit ihr unser demokratisches Zusammenleben? 
  • Welche Macht entfalten Algorithmen und Deepfakes für die öffentliche Meinungsbildung und die Entstehung alternativer Öffentlichkeiten? 
  • Wie können Medien Räume für Dialog und eine konstruktive Streitkultur eröffnen, statt Polarisierung und Entfremdung zu verstärken? 

Nächste
Veranstaltungen

26. Mai

Pfingstpause

2. Juni

Die Macht der Mimesis – Medien zwischen Dialog und Hetze

Dr. Michael Blume,
Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben in Baden- Württemberg

9. Juni

Was gesagt werden darf: Normative Grenzen in massenmedialen Diskursen deutscher Talkshows

Hanna Hecker,
Institut für Politikwissenschaft an Universität Tübingen

16. Juni

Voice-basierte KI und mentale Gesundheit

Maximilian Zhang,
Institut für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen

23. Juni

Ist Entnetzung noch möglich?

Prof. Dr. Guido Zurstiege,
Institut für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen 

30. Juni

Game Over, Democracy? Willkommen in der Digitalokratie

apl. Prof. Dr. Martin Andree,
Institut für Medienkultur und Theater an der Universität Köln

7. Juli

Warum Geschichten überzeugen – Narrative Kognition und öffentliche Wirklichkeit

Prof. Dr. Markus Huff,
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Professor für Angewandte Kognitive Psychologie an der Universität Tübingen

14. Juli

Journalistisches Ethos im Überlebenskampf der lokalen Zeitungen

Dr. Gernot Stegert,
Mitglied der Chefredaktion SDZ Mediengruppe Aalen

21. Juli

Öffentlich-Rechtlicher Journalismus zwischen Freiheit und demokratischem Auftrag

Stefanie Schneider,
Landessenderdirektorin SWR

Datum:

19.05.2026 - 18:15 - 19:45

Ort:

Kupferbau, Universität Tübingen, Hörsaal 25