„Eine lebendige Bibliothek soll sie sein. Eine, die wächst und die drängenden und vielgestaltigen Themen ins Bild setzt, die im Projekt Weltethos und in der Tradition von Hans Küng weiter beforscht und besprochen werden.“ Dies betonte Dr. Bernd Villhauer, bei seiner Eröffnungsrede der von ihm inhaltlich mitgestalteten Bibliothek. Als Raum zum Mit- und Weiterdenken, zum Finden von Schätzen, die man vielleicht nicht gesucht, aber doch gebraucht hat. Ein Raum, der weitere Denkräume öffnet, so der bibliophile Senior Advisor Finance.
Darüber hinaus ist die Hans Küng Bibliothek für Wirtschaft und Ethik auch Trägerin und Repräsentantin der DNA des Instituts – in der Verbindung von Wirtschaft, Ethik und gesellschaftlicher Verantwortung. „Das Projekt Weltethos von Hans Küng war immer auch ein wirtschaftsethisches Projekt“, so Institutsdirektor Nils Goldschmidt. „Küng verstand die Soziale Marktwirtschaft nicht nur als Wirtschaftsordnung, sondern als Friedensformel moderner Gesellschaften. An diese Tradition knüpfen wir mit der Hans Küng Bibliothek für Wirtschaft und Ethik an. Damit schaffen wir einen besonderen Ort, um sich vertieft mit den Grundlagen einer am Menschen orientierten Ökonomie auseinanderzusetzen. Zugleich verstehen wir sie als Einladung an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, sich mit der Frage zu beschäftigen, was es heute heißt, ‚anständig zu wirtschaften‘ – in globaler Verantwortung“, so der Ökonom und Theologe weiter.
Die Bibliothek würdigt einerseits das geistige Erbe von Hans Küng, dessen Weltethos-Projekt die Grundlage der Arbeit am Weltethos-Institut bildet. Küngs zentrale Publikationen zum Weltethos in der Wirtschaft hervorheben, der weithin auschließlich als Theologe und Kirchenkritiker bekannt ist. Gleichzeitig wird in der Hans Küng Bibliothek auch der Stifter Karl Schlecht gewürdigt – großzügiger Förderer und Impulsgeber für die Ausrichtung des Instituts auf Fragen anständigen Wirtschaftens. Die Bibliothek für Wirtschaftsethik ist damit nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch eine Werkstatt für Zukunftsfragen, so Geschäftsführer Christopher Gohl in seiner Eröffnungsansprache. Als solche ist sie offen für alle, die sich mit den Grundlagen verantwortlicher Wirtschaft und gelingenden Zusammenlebens auseinandersetzen und die eigene Zukunft zum Besseren gestalten wollen. Ein Ort für Orientierung, Ermutigung und bessere Praxis. Ganz im Sinne derer, die das Weltethos-Institut vor 15 Jahren ermöglicht haben und in Würdigung derer, die sich durch Förderung, Trägerschaft und Publikationen ins Projekt Weltethos eingeschrieben haben.
Und so war es schön, dass einige davon auch bei der internen Eröffnung live dabei sein konnten: So zum Beispiel Dr. Stephan Schlensog, der ehemalige Generalsekretär der Stiftung Weltethos, der nicht nur langjähriger Mitarbeiter und Freund Hans Küng, sondern auch der erste Geschäftsführer des Weltethos-Instituts war. Aber Professor Bernd Engler, der als ehemaliger Rektor der Universität an der Eröffnung des Weltethos-Instituts ebenso wie die Karl Schlecht Stiftung – vertreten durch Geschäftsführer und Vorstand Dr. Philipp Bocks – maßgeblich mitgewirkt hat. Unter den Gästen war auch der ehemalige Institutsdirektor Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel und Lena Zoller, die Geschäftsführerin wie auch Kolleginnen und Kollegen der Stiftung Weltethos. Aber auch langjährige Wegbegleiter*innen sowie Mitarbeitende des Instituts würdigten den schönen Anlass.
Fotos: Weltethos-Institut / Laura Winter
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