Die Klimakrise stellt nicht nur eine ökologische, sondern auch eine tiefgreifende gerechtigkeitstheoretische Herausforderung dar. Wer trägt Verantwortung für Emissionen – historisch, gegenwärtig und künftig? Wer trägt die Verantwortung für die Transformation – ökonomisch, gesellschaftlich und politisch? Wie lassen sich internationale Lasten fair verteilen? Und wie kann innerhalb nationaler Gesellschaften ein sozial ausgewogener Übergang zur Klimaneutralität gestaltet werden? Klimagerechtigkeit steht im Spannungsfeld zwischen intergenerationeller Gerechtigkeit, globaler Solidarität und innergesellschaftlicher Verteilung. Dabei geraten ökologische Notwendigkeiten und soziale Zumutbarkeiten zunehmend in Konflikt. Darüber, wie Klimapolitik so gestaltet werden kann, dass Bürgerinnen und Bürger nicht überfordert und klimapolitische Ziele nicht unterminiert werden, ist schon lange Streit ausgebrochen. Zeit, diesen Streit so zu führen, dass man für die Zukunft voneinander lernen kann.

Wir freuen uns, dass wir für diese erste Folge der dritten Staffel von RICHTIG BEEF Prof. Dr. Maja Göpel, Transformationsforscherin an der Leuphana Universität Lüneburg und Expertin für Nachhaltigkeit, und Prof. Dr. Stefan Kolev, Mitglied im Wissenschaftlichen Beraterkreis Wirtschaftspolitik von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche sowie Leiter des Ludwig-Erhard-Forums für Wirtschaft und Gesellschaft, gewinnen konnten.
Unter der Moderation von Geschäftsführer Dr. Christopher Gohl haben die beiden ihre besten Argumente fair und beherzt „in den Ring“ geworfen. Enstanden ist dabei ein kurzweiliges Gespräch, das klüger macht und eine gute Grundlage für Anschlussgespräche bietet.
STREIT? JA, ABER RICHTIG!
Richtig Beef ist ein Debattenformat des Weltethos-Instituts, mit dem wir Streitkultur und Wissen fördern wollen. Mit Richtig Beef bieten wir eine Plattform für gute Streitgespräche zu unterschiedlichen Themen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Ethik und Gesellschaft. In der aktuellen dritten Staffel beleuchten wir dabei unterschiedliche Aspekte von Gerechtigkeit. Ziel bei Richtig Beef ist es, so zu diskutieren, dass sich Menschen mit konträren Positionen auf einer respektvollen Ebene begegnen und die Zuschauer*innen vom Austausch der Argumente profitieren.
Unter fairem Streit verstehen wir am Weltethos-Institut:
- gewaltlose Sprache
- keine Abwertung oder Beleidigung von Personen oder Gruppen
- keine Desinformation und Täuschung
- kein ständiges Unterbrechen oder Monologe.
Bei Richtig Beef soll so debattiert werden, dass sich am Ende zwei Menschen in der Andersheit begegnen, einander trotz Unterschieden in der Perspektive nicht herabwürdigen und dabei vielleicht sogar von- und miteinander lernen. Beef ja, aber eben richtig. Gerne auch in unterschiedlichen Garstufen: raw, medium und well done.
Sie dürfen sich also auf Streitgespräche mit Mehrwert freuen. Wir finden: Guter Streit will gelernt sein und schärft den Geist. Deshalb laden wir Sie herzlich ein, uns auf YouTube, LinkedIn und via Newsletter zu folgen.