An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

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Unser Methoden-Schachbrett

Seit einiger Zeit arbeiten wir an einer Sammlung an Tools zur Umsetzung der Weltethos-Idee in der Praxis.

Mehr als ein Jahr dauerte die Schachpartie am Weltethos-Institut. An deren Ende stehen 35 Methoden in Form eines Schachbretts, die Unternehmen und Organisationen eine ethische Orientierung geben sollen. Bereits im Oktober 2020 entwickelte das Team des Weltethos-Instituts die Idee einer Toolsammlung, die zur Verminderung ethischen Fehlverhaltens – sowohl auf individueller als auch institutioneller Ebene – beitragen können. Nach einer intensiven Arbeitsphase im Laufe des Jahres 2021 wurde das Methoden-Schachbrett zum ersten Mal bei der Weltethos Ambassador-Schulung am 18. März 2022 vorgestellt.

Wie kann man sich eine Weltethos-Methode konkret vorstellen? Alle Methoden fördern die ethische Sprach- und Handlungsfähigkeit und haben Bezug zu den Weltethos-Werten und -Prinzipien (die Prinzipien Menschlichkeit und Gegenseitigkeit sowie die Werte Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Partnerschaftlichkeit der Geschlechter und ökologische Verantwortung). Das Schachbrett ist praxisnah und gleichzeitig theoretisch fundiert – neben einer umfangreichen Literaturrecherche enthält jede Methode auch ein kurzes narratives Beispiel, an dem die Methode veranschaulicht werden soll.

Das Methoden-Schachbretts zeichnet sich darüber hinaus durch breite Verwendungsmöglichkeiten aus. Schon während des Arbeitsprozesses wurde uns klar, dass sich das Schachbrett nicht nur für den unternehmerischen Alltag, sondern auch für universitäre Veranstaltungen und diverse Workshops eignet. Der Frage, wie man mit dem Schachbrett am besten in diesen Kontexten umgeht, wollen wir uns demnächst stellen.

An der Entwicklung des Methoden-Schachbretts beteiligte sich fast das gesamte Team des Weltethos-Instituts. Einzelne Teammitglieder lieferten die Expertise gerade zu den Methoden, die inhaltlich zu ihrem Arbeitsbereich passen. Somit sind auch hohe professionelle Standards des Schachbretts garantiert. So übernahm Dr. Friedrich Glauner die „Patenschaft“ für diejenigen Methoden, mit denen ein Unternehmen eigene Werte besser erkennen kann, wie etwa das „Wertecockpit“. Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Anna Tomfeah arbeitete an den Methoden, die einen starken kommunikativen Aspekt haben – z. B. „Real Talk Lunch“. Dr. Christopher Gohl konnte die von ihm bereits entwickelte Methode „Ethos-Selbsttest“ – eine Art Bewusstmachung der eigenen Wertewelt – weiter vertiefen. Auch Institutsdirektor Ulrich Hemel setzte ein älteres Projekt fort, indem er die Methoden aus der sogenannten „Ethischen Toolbox“ in das Schachbrett integrierte. Das Team stand währen der Arbeiten im engen Austausch mit Kristina Janackova, die als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut die Verantwortung für die Literaturrecherche zu den einzelnen Methoden übernahm und das Projekt organisatorisch koordinierte.

Die erste Schachrunde ist nun vorbei. Doch das bedeutet keinesfalls, dass die Arbeit an dem Methoden-Schachbrett abgeschlossen ist. Wir werden auch zukünftig dranbleiben und das Projekt fortlaufend weiter aktualisieren – es ist als Work in Progress angelegt. So schauen wir uns aktuell den von der World Citizen School entwickelten „Methoden-Kasten“ an, um festzustellen, ob wir einige Methoden in unser Schachbrett aufnehmen können.

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