Dr. Bernd Villhauer war von 2015 bis 2025 Geschäftsführer des Weltethos-Instituts und ist nun Senior Advisor Finance. Dabei forscht er zu den Themen Finanzethik, Geldtheorie und Sustainable Finance. In den letzten Jahren veröffentlichte er Bücher unter anderem zu den Themen Vermögen, Finanzmarkt und Ethik, Greenwashing in der Finanzbranche und Nachhaltigkeit der EZB.
Die Forschungsgruppe Finanzen und Wirtschaft ist eine interdisziplinäre Vereinigung mit dem Ziel, zur Entwicklung einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Marktwirtschaft beizutragen. Im Oktober 2018 wurde die Forschungsgruppe an das Weltethos-Institut angegliedert und setzt damit die Arbeit der Forschungsgruppe ethisch-ökologisches Rating (FGEÖR) fort.
Das Hauptaugenmerk der Forschungsgruppe liegt auf der sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Gestaltung des Finanzmarktes. Nachhaltige Investitionen und Anlagestrategien sind ebenso Gegenstand der Arbeit wie öffentliche Investitionen, der europäische Strategieplan „Sustainable Finance“ und die Etablierung von Weltethos-Botschaftern in Finanzinstitutionen. „Es ist wichtig“, so Board Member Dr. Bernd Villhauer vom Weltethos-Institut, „dass wir den integrativen Ansatz der FGEÖR beibehalten – nicht nur die finanzielle Seite zu sehen, sondern sie weiterhin mit den realen wirtschaftlichen Problemen und praktischen Erfordernissen zusammen zu denken“.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte die FGEÖR in den 1990er Jahren mit dem Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden, einer ersten Kritik an verantwortungsbewusstem Investment und der ethischen Bewertung von Unternehmen. Aus der dort etablierten Systematik von Nachhaltigkeitskriterien der Kultur-, Natur- und Sozialverträglichkeit wurde das Corporate Responsibility Rating der oekom research AG (heute ISS-oekom/oekom research AG) in München entwickelt, das von vielen institutionellen Investoren, Banken und Kapitalanlagegesellschaften genutzt wird.
Die FGEÖR arbeitete mit Institutionen des ethisch-ökologischen Ratings zusammen, um die Idee des ethischen Investments zu verbreiten. Zu diesem Zweck gründete sie 2008 die Buchreihe „Geld und Ethik“ (Altius Verlag) und initiierte das Symposium „Nachhaltigkeit als Gestaltungsprinzip für die Rahmenbedingungen von Finanz- und Gütermärkten“.
Die Grundsätze und Forderungen der FGEÖR für eine Revision der gesetzlichen Grundlagen der Wettbewerbsregeln wurden im Juni 2016 in den Nachhaltigkeitsdialog der Bundesregierung aufgenommen.Prof. Johannes Hoffmann, Mitbegründer der FGEÖR, nahm dazu Stellung: „Wenn heute noch zugelassen wird, dass die Marktleistung auf der Ausbeutung von Gemeingütern beruht, wird der Wettbewerb diskreditiert und gleichzeitig der Return on Investment; denn der Markterfolg trägt dann zum Substanzkonsum, zur Verarmung künftiger Generationen bei.“
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