An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

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Responsible Communication

Die Kommunikationsbranche befindet sich in einer Krise, die an ihrer Grundfeste rührt: der eigenen Glaubwürdigkeit. Laut der „Trust in Communicators“-Studie der European Public Relations Education and Research Association (euprera) genießen Kommunikationsfachleute das Vertrauen von nur 12 % der europäischen Bürger/innen. Dazu kommt der digitale Wandel, der durch neue Technologien wie künstlicher Intelligenz auch die Kommunikationsbranche in eine ungewisse Zukunft führt. Darin liegen Chancen, aber auch das Risiko, in einer bereits angespannten Situation noch mehr Vertrauen zu verlieren.

Kommunikationsfachleute – Akteure in Unternehmenskommunikation, PR und Werbung – tragen große Verantwortung. Gegenüber ihren Auftraggebern, gegenüber ihrem Berufsstand und gegenüber der Gesellschaft. Zugleich sind heutzutage oft Zeit und Personal knapp. Nicht immer erhält die Kommunikationsabteilung Zugang zu allen wesentlichen Informationen und kann auf Augenhöhe mit Führungskräften agieren. Und dann macht auch noch Big Data verlockende Angebote. Wie lässt sich in so einer Situation der eigenen Verantwortung Rechnung tragen?

Das Projekt „Responsible Communication“ wurde ins Leben gerufen, um auf diese Frage Antworten zu geben. Gemeinsam mit starken Partnern aus der Kommunikationsbranche in Baden-Württemberg entwickelt das Weltethos-Institut derzeit ein Lernprogramm zur Weiterbildung von Kommunikationsfachleuten mit dem Ziel, sie besser in die Lage zu versetzen, ihren Beruf mit dem erforderlichen Ethos auszuführen.

Die 2019 gegründete Initiative hat sich zum Ziel gesetzt innerhalb von drei Jahren Lernprogramme für mehr Weltethos in der Unternehmenskommunikation zu entwickeln. Kick-Off war der Roundtable „Ethische Unternehmenskommunikation“ im Oktober 2019, als Eröffnung für eine kritische Branchendiskussion. Die unter anderem dort gewonnenen Einsichten werden 2020 in einem Praxis-Handbuch für Kommunikationsfachleute und 2021 in Workshop-Formaten umgesetzt. „Wichtig ist, dass Kommunikationsverantwortliche in ihrem Berufsalltag ethische Herausforderungen erkennen und bearbeiten können. Unternehmenskommunikation ist im digitalen Zeitalter is längst kein ‚Soft Factor‘ mehr. Reputationsschäden von Unternehmen wirken sich auf die Arbeitgeberattraktivität, die Kundenzufriedenheit, den Absatz aus und kosten Glaubwürdigkeit und Vertrauen“, so Anna Tomfeah (Projektverantwortliche Responsible Communication).


Wie werde ich Projektpartner?

Sie agieren innerhalb der Kommunikationsbranche oder in angrenzenden Bereichen? Sie wollen aktiv an der Weiterentwicklung des Berufsethos mitarbeiten? Dann freuen wir uns auf Ihre Anmeldung!

Kontakt: Anna Tomfeah

Weitere Infos:

Die Projektverantwortliche und Initiatorin Anna Tomfeah über Weltethos in der Kommunikation