In den vergangenen Wochen war Bernd Villhauer, Senior Advisor Finance am Weltethos-Institut, mehrfach als wirtschaftsethischer Experte in überregionalen und regionalen Medien gefragt. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Fragen zur Verantwortung von Finanzinstitutionen, das Verhältnis zwischen Ethik und Rüstungsinvestitionen und sein neu erschienenes Buch über „Vermögen“.
Geschäftsbeziehungen der Deutschen Bank zu Jeffrey Epstein
Im Zuge neuer Veröffentlichungen aus den sogenannten „Epstein Files“ wurde erneut öffentlich diskutiert, dass die Deutsche Bank auch nach der Verurteilung von Jeffrey Epstein im Jahr 2019 geschäftliche Beziehungen zu ihm unterhielt. Berichten zufolge soll Epstein rund 40 Konten bei der Bank geführt und einen Großteil seines Vermögens dort verwaltet haben.
Die Enthüllungen hatten unmittelbare wirtschaftliche Folgen: Nach Bekanntwerden erster Details sank der Aktienkurs der Deutschen Bank am 4. Februar laut Wallstreet Online um 5,49 Prozent.
Rechtlich steht derzeit nicht im Raum, dass Mitarbeitende der Bank persönlich in Epsteins Umfeld involviert gewesen wären. Die Problemlage erscheint daher zunächst als eine moralische.
In diesem Zusammenhang ordnete Bernd Villhauer die Situation wirtschaftsethisch ein. Er betonte:

„Banken haben eine Verpflichtung, das Umfeld ihrer Geschäftspartner zu prüfen – unabhängig von gesetzlichen Regelungen und Compliance-Richtlinien.“
Damit verweist Villhauer auf eine zentrale Dimension verantwortlicher Finanzpraxis: Die ethische Sorgfaltspflicht endet nicht bei der Einhaltung formaler Regeln. Dies besprach Bernd Villhauer in einem Beitrag für die Deutsche Welle, der international verbreitet wurde und mehrfach geteilt.
Hier eine Auswahl:
Rüstungsaktien im Kontext der Münchner Sicherheitskonferenz

Auch im Kontext der Münchner Sicherheitskonferenz war Villhauer als Experte gefragt. In der Telebörse auf ntv diskutierte er die ethische Einordnung von Rüstungsaktien vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten.
Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie Investitionen in Verteidigungsunternehmen zwischen sicherheitspolitischer Notwendigkeit, wirtschaftlicher Rationalität und moralischer Verantwortung bewertet werden können.
Resonanz auf neues Buch in der Regionalpresse
Darüber hinaus wurde Villhauers aktuelles Buch „Vermögen“ in der regionalen Presse aufgegriffen. Sowohl der Reutlinger Generalanzeiger als auch die Südwestpresse besprechen die Veröffentlichung.
Mit seiner wachsenden medialen Präsenz bringt Bernd Villhauer zentrale Fragen verantwortlichen Wirtschaftens, vor allem in der Finanzwelt, verstärkt in die öffentliche Diskussion – ganz im Sinne des Anspruchs des Weltethos-Instituts, ethische Orientierung an der Schnittstelle von Wirtschaft, Ethik Gesellschaft zu fördern.