An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

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Die Gewinner:innen des ersten Weltethos Pitch Day stehen fest!

Am 1. Juni 2022 fand erstmals der Weltethos Pitch Day statt. Sechs Startups wurden dazu ins Weltethos-Institut eingeladen, die sich zuvor für das Finale unserer Ausschreibung für ethische Unternehmen qualifiziert hatten. Die Finalist:innen setzten sich unter knapp 30 Bewerbungen durch und durften Ihre Geschäftsmodelle in Fünf-Minuten-Pitches vor einer Jury und dem Publikum vorstellen. Danach entschied eine Fachjury über die Gewinner:innen. Das Preisgeld von insgesamt 10.000€ wurde auf einen ersten Platz, mit 5000€, einen zweiten Platz, mit 3000€, und einen dritten Platz, mit 2000€ verteilt. 2023 soll der nächste Weltethos Pitch Day stattfinden.

Zum Anlass des zehnjährigen Jubiläums des Weltethos-Instituts wurden beim Weltethos Pitch Day am 1. Juni nicht nur dessen Bestehen, sondern darüber hinaus drei zukunftsfähige und ethische StartUps gewürdigt. In Anlehnung an die Weltethos-Idee von Hans Küng hat das Weltethos-Institut gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern die Initiative ins Leben gerufen. Die Ausschreibung richtete sich an mutige Unternehmer:innen, die mit ihrem Geschäftsmodell von vornherein Verantwortung für Mitwelt, Umwelt und Nachwelt übernehmen. Die Entscheidung der Jury im Anschluss an die Pitches dauerte länger als gedacht. Die eindrucksvollen Pitches und Geschäftsmodelle haben die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Die Startups im Finale

Die sechs Startups, die sich für das Finale qualifiziert haben, kamen aus ganz unterschiedlichen Branchen:

  • AgroFish, ein Startup, das Wissens- und Technologietransfer leistet, um lokale Kräfte in Äthiopien dazu befähigen, integrierte Landwirtschaft und nachhaltige Nahrungsmittelversorgung in Äthiopien zu ermöglichen.
  • My little Bukhara, einem jungen Unternehmen, das nachhaltige und von usbekischen Schneiderinnen angefertigte Slow Fashion anbietet, um diese Frauen zu unterstützen und Auswege aus ihren teilweise prekären Lebenssituationen zu ermöglichen.
  • Kanzi, ein soziales Startup aus Berlin, das Sprachenlernen mit Rapmusik verbindet. Dort werden analoge und digitale Workshopformate für Deutschlernende aus aller Welt entwickelt, in denen Sprache und Kultur anhand von eigens produzierten Rapsongs vermittelt werden.
  • Ligenium, ein Unternehmen, das modulare, nachhaltige und innovative Materialtransportlösungen für Maschinenbau, Produktion und Logistik anbietet – aus Holz. Dabei geht es geht um technische Lösungen, die individualisiert und flexibel, ökonomisch und ökologisch kalkulierbar sind.
  • TUTAKA, einem Online-Shop, der dem Hotellerie- und Gastgewerbe den Umstieg auf nachhaltigere Produkte erleichtern soll. Darüber hinaus bietet die Plattform Informationen für ökologische Lösungen in der Branche.
  • your.company, einer Company-Sharing-Lösung, die Unternehmensstruktur und Wissensnetzwerk für unterschiedliche unternehmerische Produktideen anbietet. Durch Beteiligung, Partnerschaft und Expertise kann auf diese Weise ein neue Art des Wirtschaftens im Miteinander entstehen.

Mit guten Ideen gewinnen alle!

Fünf Minuten hatten die Kandidat:innen der Startups jeweils Zeit, um die Jury bzw. die anwesenden Business Angels und Impact Investor:innen davon zu überzeugen, dass ihr Geschäftsmodell den größten ethischen Impact hat – sowohl den Weltethos-Werten wie auch den ESG-Kriterien entspricht. Danach gab es jeweils noch kurz Zeit für Fragen aus dem Publikum.


Während sich die Jury zur finalen Beratung zurückzog, gab es bei einem Gallery Walk an den Ständen der jeweiligen StartUps die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung. Daneben wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt und auch das musikalisches Begleitprogramm mit Sängerin Sophia Brickwell sorgte für eine angenehme Atmosphäre.

Die Fachjury machte sich die Entscheidung nicht leicht und benötigte mehr Zeit zur Diskussion als geplant. Am Ende setzten sich drei Preisträger:innen durch:

  • Auf dem ersten Platz landete das StartUp AgroFish, vorgestellt von Falk W. Foell,
  • den zweiten Platz machte My Little Bukhara, vorgestellt von Nadira Khalikova und
  • auf dem dritten Platz TUTAKA, das von Alexandra Herget virtuell vorgestellt wurde.

Inspiriert von den mitreißenden Pitches wurde deutlich: Beim Weltethos Pitch Day gewinnen nicht in erster Linie die Preisträger:innen. Mit den den ethischen Geschäftsmodellen, die auf dem Pitch Day vorgestellt wurden, gewinnt die Gesellschaft.

Um ethisches Unternehmertum zu fördern, einigten sich daher alle Partner:innen beim Weltethos-Pitch Day darauf, dass es den nächsten Weltethos Pitch Day bereits im nächsten Jahr geben solle.

Die Partner:innen

Karl Schlecht Stiftung, Stiftung Weltethos, World Citizen School, Startup Center Tübingen der Universität Tübingen, WIT Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen mbH, Odem Investing, Kabena Group, Morpho Foundation, Technologieförderung Reutlingen-Tübingen, Verein der Freunde des Weltethos-Instituts

Die Jurymitglieder:


Vom Weltethos-Institut Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Dr. Friedrich Glauner, Dr. Julia Schönborn, Anna Tomfeah, Dr. Bernd Villhauer.

Prof. Dr. Bernd Engler (Rektor der Universität Tübingen), Dr. Stephan Schlensog (Stiftung Weltethos), Ralph Suikat (4L Vision), Dr. Florian von der Mülbe (Morpho Foundation), Frank Wilhelmi (odem investing), Michaela Eberle (Kabena Group), Ralph Suikat (4L Vision), Thorsten Flink (Wirtschaftsförderung Stadt Tü), Christine Decker (Technologieförderung Reutlingen-Tü), Sandra Gässler (Startup Center Uni Tübingen), Daniel Heblik (Startup Center Uni Tübingen), Steffen Naumann (Berlin), Maurizio Gasperi (Verein der Freunde des Weltethos-Instituts e.V.), Michael Gude (BKU), Prof. Dr. André Habisch (Katholische Universtität Eichstätt)

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die gemeinnützige Karl Schlecht Stiftung, odem investing, 4L Vision und den Verein der Freunde des Weltethos-Instituts.

Text: Anna Tomfeah

Fotos: Stefanie Grieger (2x), Heidrun Haug (2x), World Citizen School (4x), Weltethos-Institut (3x)

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