Ringvorlesung Medien, Macht und Menschlichkeit

Beschreibung

Unsere Vorlesung „Medien, Macht und Menschlichkeit“ im Rahmen des Studium Generale der Universität Tübingen – ab April immer dienstags im Kupferbau.

Medien waren noch nie neutral: Sie sind politischer Machtfaktor, wirtschaftlicher Marktplatz und kultureller Mitgestalter unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Sie sind zugleich Gegenstand, Spiegel und Akteur kultureller und politischer Verhältnisse. Derzeit verändert sich unsere Medienlandschaft unter dem Einfluss der Digitalisierung rasant. Digitale Plattformen steuern Informationsflüsse, prägen soziale Beziehungen, verändern Geschäftsmodelle und beeinflussen die Dynamik öffentlicher Debatten.

Algorithmen, Plattformmonopole und KI-generierte Inhalte bestimmen zunehmend, welche Themen sichtbar werden, welchen Stimmen Gehör bekommen oder welche Perspektiven am Rande der Wahrnehmung bleiben. Neue digitale Gewohnheiten und Abhängigkeiten setzen dabei nicht nur Medienschaffende und ihr journalistisches Ethos unter Druck, sondern wirken auf uns alle.

Umso wichtiger ist es, die Rolle der Medien und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft zu verstehen.

Wir laden dazu ein, gemeinsam zu reflektieren:

    • Wie verändert sich die Medienwirtschaft – und mit ihr unser demokratisches Zusammenleben?

    • Welche Macht entfalten Algorithmen und Deepfakes für die öffentliche Meinungsbildung und die Entstehung alternativer Öffentlichkeiten?

    • Wie können Medien Räume für Dialog und eine konstruktive Streitkultur eröffnen, statt Polarisierung und Entfremdung zu verstärken?

Veranstaltungsart Ringvorlesung
Termin(e) dienstags 18:15 Uhr
Ort Kupferbau, Hörsaal 25
Voraussetzungen keine
Zielgruppe interessierte Öffentlichkeit, Studierende
Leistungsnachweis / ECTS 2 ECTS
Anmeldung / Frist nicht erforderlich

Alle
Veranstaltungen

21. April

Öffentlichkeit im Umbruch
Wie digitale Medien Markt und Miteinander verändern

Dr. Christopher Gohl
Weltethos-Instiut, Tübingen

28. April

Wem gehören die Medien?
Medienbesitzverhältnisse und Medieneigentum im Technofeudalismus

Prof. Dr. Martina Thiele
Institut für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen

5. Mai

Zwischen Schutz und Teilhabe
Kinder in digitalen Öffentlichkeiten

Prof. Dr. Jessica Heesen
Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften an der Universität Tübingen

12. Mai

Umkämpfte Öffentlichkeiten,
Gefährdete Demokratie

Prof. Dr. Tanja Thomas
Institut für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen

19. Mai

(Un-)Menschlichkeit im digitalen Zeitalter
Zu einer Ethik der Künstlichen Intelligenz

Prof.Dr. Petra Grimm
Hochschule der Medien in Stuttgart

26. Mai

Pfingstpause

2. Juni

Die Macht der Mimesis
Medien zwischen Dialog und Hetze

Dr. Michael Blume
Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben in Baden-Württemberg

9. Juni

Was gesagt werden darf
Normative Grenzen in massenmedialen Diskursen deutscher Talkshows

Hannah Hecker
Institut für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen

9. Juni

Was gesagt werden darf
Normative Grenzen in massenmedialen Diskursen deutscher Talkshows

Hannah Hecker
Institut für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen

16. Juni

Voice-basierte KI und
Mentale Gesundheit

Maximilian Zhang
Institut für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen

23. Juni

Ist Entnetzung noch möglich?

Prof. Dr. Guido Zurstiege
Institut für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen

30. Juni

Game over, Democracy?
Willkommen in der Digitalokratie

apl. Prof. Dr. Martin Andree
Institut für Medienkultur und Theater an der Universität Köln

7. Juli

Warum Geschichten überzeugen
Narrative Kognition und öffentliche Wirklichkeit

Prof. Dr. Markus Hauff
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Professor für Angewandte Kognitive Psychologie an der Universität Tübingen

14. Juli

Journalistisches Ethos
Im Überlebenskampf der lokalen Zeitungen

Dr. Gernot Stegert
Mitglied der Chefredaktion SDZ Mediengruppe Aalen

21. Juli

Öffentlich-rechtlicher Journalismus
Zwischen Freiheit und demokratischem Auftrag

Stefanie Schneider
Landessenderdirektorin SWR