An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

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Geschichte und Förderer

In den letzten Jahren gab es in der Wirtschafts- und Finanzwelt zahlreiche Krisen, Skandale und Herausforderungen. Immer deutlicher zeigt sich in diesem Zusammenhang, dass die globale Wirtschaft dringend eine ethische Rahmenordnung benötigt. Das Weltethos-Institut engagiert sich daher, basierend auf der Weltethos-Idee von Hans Küng, für eine Wirtschaft, die Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bietet.

Das Institut wurde im April 2012 von der Stiftung Weltethos in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen und der Karl Schlecht Stiftung gegründet. Ermöglicht durch die großzügige Förderung des Stifters Karl Schlecht, inspiriert durch dessen Leitidee der Förderung einer humanistischen Ethik in der gewinnorientierten Wirtschaft.
Gemäß seiner Satzung hat sich das international agierende Institut zum Ziel gesetzt, ethische Sprach- und Handlungsfähigkeit im Business sowie den Dialog der Kulturen zu fördern. Die zentralen Aufgabenbereiche des Instituts sind somit die Lehre, Forschung sowie der Dialog mit Führungskräften und der Wissenschaft.

Programmatische Grundlage für Forschung, Lehre und Praxistransfer im Bereich Wirtschaft ist das von der Stiftung Weltethos erarbeitete Manifest „Globales Wirtschaftsethos – Konsequenzen für die Weltwirtschaft“. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung anwendbarer Konzepte zur Implementierung eines Globalen Wirtschaftsethos.

Von der Gründung bis Juni 2018 war Prof. Dr. Claus Dierksmeier Direktor des Instituts. Dem Professor für Globalisierungs- und Wirtschaftsethik, der unter anderem mit seinem Buch „Qualitative Freiheit – Selbstbestimmung in weltbürgerlicher Verantwortung“ und seinen Aktivitäten im Bereich Humanistic Management auf große Anerkennung in der Fachwelt stieß, ist es gelungen, das Weltethos-Institut als feste Größe im Dialog mit der Wirtschaft, aber auch in der Forschungslandschaft zu etablieren.

Die Nachfolge trat im Juni 2018 ist der Theologe und Unternehmer Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel an. Mit seinem Vorgänger teilt er nicht nur die Mitgliedschaft in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, sondern Übereinstimmung in den akademischen Schwerpunkten: Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Theologie und Philosophie. Als Herausgeber des Sammelbandes „Weltethos für das 21. Jahrhundert“ legte Hemel im Oktober 2019 den Grundstein für ein umfangreiches Lernprogramm für Welt- und Selbstverantwortung, das Weltethos-Ansätze in Wirtschaft, über Friedens- und Konfliktforschung, über Kommunikationswissenschaft und Justiz, bis hin zu Digitalisierung und Bildung darstellt.