An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

Archiv

Wie weit reicht die Veranwortung von Unternehmen?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel über unternehmerische Sorgfalt und Verantwortung in der Lieferkette. Es brennt. Am 24. April 2013 kamen mehr als 1000 Menschen beim Feuer in einer achtstöckigen Fabrik namens „Rana Plaza“ in der Nähe von Dhaka (Bangladesh) ums Leben. Aufgrund mangelnder Vorkehrungen zur Arbeitssicherheit konnten sie sich nicht retten. Zugleich

Regierung will “Weichen richtig stellen für Dekade der Nachhaltigkeit”

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt – SDSN: “Kein großer Sprung nach vorne” – Weil sich die Bundesregierung nach eigenen Angaben “einer kontinuierlichen Stärkung des Nachhaltigkeitsgedankens in allen Politikfeldern verpflichtet” fühlt, hat das Kabinett am 10.03.2021 in Berlin eine Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie beschlossenen – darin wird einer Medienmitteilung des Bundespresseamtes zufolge systematisch dargestellt, welche Aktivitäten zur Umsetzung

Sicherheitenrahmen der Europäischen Zentralbank klimaschädlich

EZB immer noch zurückhaltend bis ignorant bei Klimaschutz-Kriterien: Die Europäische Zentralbank akzeptiert Anleihen von fossilen Energieunternehmen und stuft klimafreundlichere Sektoren als riskanter ein – immer noch. Sie akzeptiert von Kreditinstituten übermäßig viele eigentlich klimaschädliche Sicherheiten, so die am 10.03.2021 veröffentlichte Studie “Greening the Eurosystem Collateral Framework” von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS

Was der Finanzmarkt zum Umweltschutz beitragen kann

Der Finanzmarkt soll zunehmend zum Steuerungsinstrument für ökologisches Wirtschaften werden. Ein stark reglementiertes Ökolabel könnte dabei helfen – von Alois Pumhösel, Der Standard/Wien

EU-Finanzkommissarin: Grünes Finanzwesen trotz Roter Zahlen

EU-Finanzkommissarin Mairead McGuiness forderte am 17.11.2020 in einem Gastbeitrag für EURACTIV, “die aktuelle Gelegenheit” zu nutzen, um ein stabileres Bankensystem zu entwickeln: “Es heißt zwar, Geld regiert die Welt, doch auch das Finanzwesen kann sich den Rufen nach einem Wandel unter Einbeziehung gesellschaftlicher Aspekte wie Klimawandel und sozialer Inklusion nicht verschließen.”

Revolutionierung der Land- und Energiewirtschaft mit Regionalwert-Methode

Bislang finden nur finanziell quantifizierbare Werte den Weg in die Unternehmens-Bilanzen. Soziale oder ökologische Aspekte bleiben unberücksichtigt – sehr zum Nachteil von nachhaltig wirtschaftenden Firmen. Die Regionalwert AG hat eine Methode entwickelt, welche die Buchhaltung im Agrar- und auch im Energiesektor revolutionieren könnte. Jetzt steht ihr Gründer Christian Hiß mit seinem Konzept kurz vor dem Durchbruch und will aus dem bisherigen Nischendasein heraustreten.

EU-Klima-Taxonomie als weltweit erstes System zur einheitlichen Klassifizierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten

EU stärkt mit „Klima-Taxonomie“ Transparenz für nachhaltige Investitionen – Die EU-Kommission schafft mit der Klima-Taxonomie weltweit ein erstes System zur einheitlichen Klassifizierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten. Grüne Investitionen sollen dadurch Schub erhalten. DIW-WissenschaftlerInnen begrüßten am 16.12.2020 die Taxonomie als Instrument für mehr Transparenz – Schwellenwerte stehen aber nicht immer in Einklang mit Ziel der Klimaneutralität.

Im Finanzausschuss: “Warnung vor Belastung durch Sustainable Finance”

Vertreter mehrerer Fraktionen haben im Finanzausschuss vor zu hohen Belastungen des Mittelstands durch eine Ausrichtung auf Nachhaltigkeitskriterien im Rahmen von “Sustainable Finance” gewarnt – so jedenfalls der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. In der Sitzung des Ausschusses unter Leitung der Vorsitzenden Katja Hessel (FDP) berichtete am 16.12.2020 der Leiter des Sustainable Finance-Beirates der Bundesregierung, Karsten Löffler, über die Arbeit des Gremiums.

Sustainable Finance – Die wissenschaftliche Grundlage hinter dem Trend

Mit dem Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden der Forschungsgruppe Finanzen und Wirtschaft (ehemals FGEÖR) wurde in den 90er Jahren das wissenschaftliche Fundament für einen Megatrend geschaffen, den wir derzeit beobachten können. Nachhaltigkeitsratings und Sustainable Finance sind auf dem Vormarsch und die Deutsche Börse hat nun mit ihrer Mehrheitsbeteiligung an ISS-ESG ihrerseits ein deutliches Bekenntnis dazu abgegeben. Nun hält