Dozent/in
Florentine Hötzel, M.A.,begleitet von Dr. Christopher Gohl
Veranstaltungsart
Blockseminar, Bachelorveranstaltung
SWS
2
Sprache
Deutsch
Wochentag/Uhrzeit
Freitag, 26.10.18: 14-16 Uhr c.t.
Samstag, 27.10.18: 10-17 Uhr c.t.
Sonntag, 28.10.18: 10-17 Uhr c.t.
Samstag, 24.11.18: 10.17 Uhr c.t.
Sonntag, 25.11.18: 10-17 Uhr c.t.
Ort
Weltethos-Institut, Hintere Grabenstraße 26, 72070 Tübingen
Voraussetzungen/ Zielgruppe
Lektüre der Seminar-Literatur + aktive Mitarbeit
Leistungsnachweis /Prüfungsform
ECTS-Credits
Referat + Handout oder kleines Essay + Hausarbeit
3-6 ECTS
Anmeldung
Per E-Mail – mit Angabe von Name, Matrikelnummer, Studienfach und Semesterzahl, Adresse, Geburtsort und –datum, gewünschter Leistungsnachweis bei kontakt@philosophie-im-kontext.de
Anmeldefrist
25. Oktober 2018
Max. Teilnehmerzahl
20
Literaturangaben
– Amartya Sen: The Argumentative Indian, Picador, 2005 (nur im Original)
Identity & Violence:The Illusion of Destiny, W.W. Norton & Company, 2006 Die Identitätsfalle – Warum es keinen Kampf der Kulturen gibt, dtv 2012 Development as Freedom, Random House, 1999 / Ökonomie für den Menschen, dtv, 2002 The Idea of Justice, Penguin, 2009 / Die Idee der Gerechtigkeit, dtv, 2012
– Christian Neuhäuser: Amartya Sen zur Einführung, Junius 2013
– Samuel Huntington: The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order, Simon & Schuster,
1996 / Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, Goldmann, 1998
Beschreibung
Das Seminar vermittelt ein Verständnis von Interkulturalität als Konzept in Abgrenzung zu Ansätzen des Multikulturalismus, Transkulturalismus oder Ethnozentrismus. Der zu Beginn der 1990er Jahre aufkommenden Debatte um Samuel Huntingtons Prognose eines „Clash of Cultures“ werden Amartya Sens Argumente und Analysen zu den Begriffen Identität und Kultur entgegengestellt. Eine vertiefende Betrachtung seiner Arbeiten zum Capability Approach zeigt die praktische Relevanz und Wirksamkeit eines differenzierten und profunden Verständnisses von Interkulturalität als Teil der aktuellen Kosmopolitismus-Debatte.
Amartya Sen ist überzeugt, dass Interkulturalität möglich ist. Mit seinen Schriften über Freiheit, Gerechtigkeit und Globalisierungsfragen gehört er zu den spannendsten akademischen Persönlichkeiten der Ökonomie und der Philosophie. Im Vergleich zu herkömmlichen Herangehensweisen in den Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und Politik hat Sen neue relevante, zukunftsfähige Begriffe geprägt: „Development as Freedom“, „Poverty as Capability Deprivation“ – für seine innovativen Denkansätze im Bereich der Armutsbekämpfung und Wohlfahrtsökonomie wurde er 1998 mit dem Wirtschafts-Nobelpreis ausgezeichnet. Aus Indien stammend, gelingt Sen beispielhaft der Brückenschlag zwischen Ansätzen westlicher und nicht-westlicher Theorien – neben den umfangreichen inhaltlichen Beiträgen, die seine Arbeit zu aktuellen Debatten leistet, ist er damit ein herausragendes Beispiel erfolgreicher interkultureller und interdisziplinärer Forschungsarbeit und damit ein wichtiger Denker im Umkreis des Projekt Weltethos.
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