An-Institut der Stiftung Weltethos
an der Universität Tübingen

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Der Inclusivity Index – Auf dem Weg zu einer menschenwürdigen Globalisierung

Wir alle wünschen uns eine Welt, in der wir wirtschaftliche, soziale, ökologische und ethische Perspektiven in eine gute Balance bringen können. Die große Frage ist aber, wie dies gelingen kann?

Vor dem Hintergrund des Weltethos-Instituts-Jahresthema „Quellen der Hoffnung“ hatte der Institutsdirektor Ulrich Hemel einige Thesen zu einer menschenwürdigen Globalisierung verfasst und ein „magisches Viereck“ der großen Transformation ausgearbeitet. Im Nachgang zu seiner Lateinamerikareise Anfang 2023 wurde dieses Konzept zum Gegenstand weiterer Vertiefung in einem Think Tank mit Fachleuten aus Mexiko, Peru, Deutschland, aber auch Äthiopien, Kirgistan und Kolumbien.

Im ersten methodischen Schritt wurden weltweit existierende Indices ausgewählt, die die genannten Dimensionen messbar machen, so etwa der Human Development Index und der Gini-Index sozialer Ungleichzeit für die Perspektive des Sozialen, der Biodiversitätsindex und der CO2-Fußabdruck pro Person für die ökologische Dimension und der Korruptionswahrnehmungsindex sowie der Index des gesellschaftlichen Vertrauens für die ethische Seite. Für die Wirtschaft waren weiterhin das Bruttosozialprodukt, die Staatsverschuldung und das Wachstum von Bedeutung.

Nun wurden Länderprofile ausgearbeitet, vor allem mit Blick auf die besten („Top 25%) und die schlechtesten („Low 25%) Länder. Der „Inclusivity Index“ als echter Meta-Index zeigt dann auf, wo die Stärken und Schwächen der Länder liegen.

Auf dieser Basis sollen nun, beginnend mit Mexiko und Peru, politische Handlungspfade abgeleitet werden, die zu einer im wahren Sinn „inklusiven Entwicklung“ und einer echten „Sozialstrategie“ führen können. Der nächste Workshop dazu findet am 18. Dezember 2023 statt.